Historisches Straßentheater – von gestern für heute

Theaterauführung "Marktmeister Clement ermittelt" auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz Der Offenbacher Wilhelmsplatz ist nicht nur das gastronomische Epizentrum der Stadt mit mehr als einem dutzend Restaurants, Kneipen und Bars. Hier findet auch der Wochenmarkt statt, den viele für den schönsten und größten im Rhein-Main-Gebiet halten. Dieser Markt feiert 2018 einen runden Geburtstag: Vor 150 Jahren wurde dort zum ersten Mal gehandelt. Es war ein Viehmarkt auf einer unbebauten Wiesenfläche am Rand der Stadt. Zu diesem Anlass habe ich im Auftrag der Stadt Offenbach das historische Straßentheaterstück „Marktmeister Clement ermittelt“ geschrieben, mit dem ich das Jahr 1868 wieder lebendig werden lasse. Die Zeit weist viele Parallen zum Heute auf – und das habe ich, durchaus beiläufig, eingewoben. Mit einer humorvollen und spannungsreichen Handlung, die das Publikum einbezieht, erleben die Zuschauer so einen hoffentlich interessanten Abend. Gute, alte Zeit? Von wegen.

Masrkmeister Clement ermittelt -Johanna und MariaDas Stück spielt am Tag des ersten Viehmarkts: Einem Bauern ist während des Markts ein Kalb verschwunden. Marktmeister Konrad Clement (Daniel Thomas) ist verzweifelt. Wenn es nicht wieder auftaucht, wäre es eine Blamage für ihn, für den Markt und für die Fabrikstadt Offenbach, deren Folgen weit ins Großherzogtum Hessen reichen würden. Die Gendarmen und Markthelfen suchen – doch sie finden es nicht. Also macht er sich mit der Köchin Maria Prahl (Christine Klauke), der Heusenstammer Marktfrau Johanna (Dagmar Winter) und dem Tagelöhner August Heilmann (Maxi Winter) auf die Suche. Ohne Erfolg. Clement ist am Ende – bis die Handlung eine unerwartete Wende nimmt.

Aufgeführt hat das Stück der renommierte Theaterclub Elmar, der Kulturpreisträger der Stadt Offenbach 2011, unter der Regie von Simon Isser, dem Präsidenten des Deutschen Amateurtheaterverbandes. Er hat es reduziert inszeniert, und das ist wunderbar. Ein paar Ballen Heu und wenige Requisiten haben ihm genügt, um 1868 lebendig werden zu lassen – ohne die Gegenwart zu negieren. Für die historisch authentischen Kostüme hat die renommierte Kostümbildnerin Monika Seidl gesorgt, die sonst bundesweit für bekannte Theater, Festivals und Popstars arbeitet.

Zur Uraufführung auf dem Wilhelmsplatz bei grandiosem Open-Air-Wetter am 15.8.2018 kamen Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und etwa 350 Besucher, die zum Schluss mehrere Minuten lang applaudierten. Vielen Dank! Vergangenheit in der Gegenwart mit Straßentheater, das auf einem Parkplatz aufgeführt wird. Dieser Kontrast passt perfekt in die Stadt.

Die wunderbaren Fotos hat (c) Thomas Isser geschossen.

Erzählte Geschichte – eine Ausstellung

Autoren erzählen Geschichten. Meistens mit geschriebenen Wörtern, deren Anordnung im besten Fall Spannung, Empathie mit den Figuren und das Eintauchen des Lesers ins Geschehen vermitteln. Mein aktuelles Projekt enthält zwar auch eine Menge Wörter, doch hier führen Gemälde, Fotos, Landkarten, Handschriften und Objekte durch das Geschehen. Als Kurator habe ich im Auftrag der Stadt Offenbach eine Ausstellung zum 250. Geburtstag des wichtigsten und zentralen Platzes meiner Heimatstadt erarbeitet. Der Titel: „250 Jahre Aliceplatz – Fürstenresidenz, Fabrikplatz, Fußgängerzone“.

Ein knappes Jahr habe ich recherchiert, ein Konzept erdacht, es modifiziert, mit Leihgebern gesprochen, wieder verändert und die vielen Puzzleteile schließlich in einer Form zusammengefügt. Zu sehen ist sie im Offenbacher Kunstverein, dessen Räume im zentralen Einkaufszentrum KOMM liegen – wie passend, direkt am Aliceplatz. Und so haben die Grafikdesignerin Petra Baumgardt – die für die spannungsreiche Gestaltung verantwortlich ist – und ich einen Kontrast zwischen der Welt der Kultur und der täglich gereinigten Shoppingwelt des KOMM setzen wollen: 250 Jahre Stadtgeschichte zwischen rohen Betonwänden, Estrichboden und Versorgungsleitungen an der Decke. Das erzählt von Veränderung, Improvisation und Bewegung, die den Platz 250 Jahre lang geprägt haben. Nichts hatte Bestand. Das Neue wurde altmodisch, bis das Neue altmodisch wurde.

Längst vergessen ist etwa die Portefeuille-Fabrik Jacob Mönch, die direkt am Platz lag und ihn über Jahrzehnte geprägt hat – als Fabrikplatz. Doch Mönch gilt heute als der Begründer des international hoch renommierten Rufes der Lederstadt Offenbach. Seine Arbeiten waren etwa in Paris, London, New York und Wien in höchsten Kreisen begehrt. Das DLM Deutsches Ledermuseum hat in seinem Depot einige für die Zeit sehr charakteristische Stücke recherchiert, die noch nie zu sehen waren – und wir sie nun erstmals dem Publikum zeigen dürfen.

Das Frankfurter Museum für Kommunikation hat uns dazu aus seinem beeindruckenden Depot mit mehr als 500.000 Objekten das erste Telefon Offenbachs zur Verfügung gestellt. Als sehr besondere Leihgabe überließen uns die Fachleute die erste Telefonvermittlung, ein Klappenschrank des Jahres 1881. Von ihm existieren weltweit nur noch drei Exemplare. Es war die Pionierzeit, als 1884 am Aliceplatz das Kaiserliche Postamt eröffnet wurde. Das Telefon hatte damals noch keine Bedeutung. Es gab zur Eröffnung lediglich 19 Teilnehmer, das Telephonzimmer im Postamt lag abseits im ersten Stock neben Küche und Abstellräumen. Wie sich die Zeiten ändern. Das kann man am Beispiel dieses zentralen Platzes vom 30.7. bis zum 30.8.2018 anschauen. Ich erzähle hier eine Story, aber mit anderen Mitteln und Techniken. Eine gute Story bleibt einfach eine gute Story.

 

 

Das Leben, als Firma betrachtet

So lautet die Überschrift zur ausführlichen Rezension der Uraufführung meines Theaterstücks „Unterm Strich:“ am 11.Mai im Offenbacher t-raum-Theater. Der Redakteur und Theaterkenner Marian Meidel schreibt darin über die „witzige, aber auch schmerzhafte Abrechnung mit menschlicher Gier und Selbstoptimierung“:

„Den menschlichen Abgründen, von denen das Stück erzählt, heftet etwas Alltägliches an. Viele der daraus entstehenden Absurditäten entlocken dem Premierenpublikum lustvolles Gelächter. Bis die Stimmung plötzlich umschlägt. Wenn (Hauptfigur) Felix‘ autobiografische Kosten-Nutzen-Kalkulation beklemmende Züge annimmt, herrscht im Zuschauerbereich völlige Stille. Nicht zuletzt dank des nuancierten Spiels von Frank Geisler.“

Dem kann und will ich nichts zufügen.

Rezension "Unterm Strich" vom 15.5.18 in der Offenbach Post

Uraufführung: „Unterm Strich:“

Am Freitag, 11. Mai 2018 wird mein Theaterstück „Unterm Strich:“ uraufgeführt. Gespielt wird das Monodrama vom t-raum-Theater in Offenbach, Kulturpreisträger der Stadt 2008, in Kooperation mit dem Amt für Kulturmanagement und Sport.

Es ist eine Uraufführung der besonderen Art: Denn es hat seit Jahrzehnten in Offenbach keine Arbeit eines hauptberuflichen Autors der Stadt auf einer professionell geführten Bühne mehr gegeben. Ein Aufbruch? Ich hoffe es. Denn genau dafür habe ich das Stück mit seinem sehr pointierten Blick auf unsere Gesellschaft, unsere Werte und Beziehungen für das t-traum-Theater entwickelt. Es handelt von uns.

 

„Unterm Strich:“ (Regie: Sarah Baumann) wirft einen gnadenlosen Blick in die Tiefen der Seele eines modernen Erfolgsmenschen, der das Leben als langen Kontoauszug begreift und plötzlich seinen Kontostand nicht mehr abrufen kann. Zwischen Tellern und Gläsern offenbart er eine erschreckend vertraute Gedankenwelt. Doch alles entwickelt sich anders als die Zuschauer vermuten. Die Handlung. Sein Leben. Alles.

Felix (Frank Geisler) steht in der Blüte seiner Jahre. Felix ist Bankangestellter. Ein sehr erfolgreicher Banker. Felix ist ganz oben. Er hat es fast geschafft. Zu Hause wartet er auf gute Freunde, die er eingeladen hat. Alles soll perfekt sein, sie wollen miteinander kochen, Wein trinken und Spaß haben. Doch der Zeiger auf der Uhr schreitet voran. Die Freunde bleiben aus. Warum kommen sie nicht? Felix beginnt, über die Ereignisse seines Lebens nachzudenken und kommt mal wieder mit dem Mond ins Gespräch. Über sein Stammkapital. Über die Ereignisse, die alles verändert haben. Die ihn verändert haben. Der von Leistung, Gewinn und Erfolg geprägte Felix enthüllt, was unterm Strich bleibt von einer Lebensreise zwischen Investitionen, Geschäften, Dividenden und Vorteilen. Und da ist noch etwas anderes. Etwas, das alles in Frage stellt.

Zwischenmenschliche Beziehungen bewertet Felix mit kaufmännischer Analyse: Chancen-Risiko-Abwägung, mittelfristige Bewertung, Prognose, Kurskapital. Und wo liegt der Unterschied zwischen den Kurvenverläufen von Kursen und Frauen? Werden die Gäste endlich kommen? Je schneller die Zeit voranschreitet, umso deutlicher werden die Schatten, die Felix in jeder Sekunde begleiten. Leistung gleich Erfolg? Unterm Strich ist alles anders.

Karten lassen sich hier reservieren, weitere Vorstellungen werden folgen.

 

Kurzkrimi verkürzt die Fahrzeit im Bus

Eine Schülerin, ein Maler, der rückwärts läuft und ein schwarzer Hund, der alleine Bus fährt: Was machen die da im 105er Bus?

Vom 30.11.2018 bis zum 22.12.2018 konnten die Offenbacher Stadtbus-Fahrgäste von 10 bis 100 Jahren meiner Krimi-Kurzgeschichte zuhören und sich so ein wenig die Fahrzeit verkürzen. Kino im Kopf statt Whatsapp im Handy.

Der Nahverkehr in Offenbach (NiO) hatte mich beauftragt, einen All-Age-Kurzkrimi zur Vorweihnachtszeit zu schreiben, der in Auszügen jeweils am Donnerstag und Freitag vor Weihnachten von Promotoren den Fahrgästen auf allen Linien vorgelesen wurde. Jede Woche gab’s ein neues Kapitel, insgesamt waren es vier. Dazu wurde ein Flyer verteilt, auf dem die Kanäle zum direkten Weiterlesen zu finden waren: Online oder als pdf mit tollen Illustrationen gibt’s die Kapitel unter www.offenbach.de/weihnachtskrimi noch immer kostenlos zum Lesen oder Herunterladen.

Zur Premiere der Krimi-Aktion hatte ich die vorgesehenen Auszüge im Bus 105 den Fahrgästen vorgelesen – und siehe da: Es gab viele Zuhörer, sogar Applaus und ein „Dankeschön“ beim Aussteigen. Darüber haben der Hessische Rundfunk auf mehreren Sendern und die Tageszeitung „Offenbach Post“ sogar auf Seite 1 berichtet. So kommt Literatur auf ungewohntem und zugleich direktem Weg  zum Publikum. Eine tolle Erfahrung – auch für den Autor!

„Neunundneunzigmal Offenbach“: Die neue Auflage ist erschienen

Hier gab es ziemlich lange nichts Neues mehr zu lesen. Das lag nicht daran, dass ich nichts zu berichten hätte. Im Gegenteil. Nach vielen Reportagen, Erzählungen und Stories war nun endlich Zeit fürs Aktualisieren der Website. Mit guten Nachrichten: Am Donnerstag, 30. November startete um 19 Uhr die Premierenlesung der komplett überarbeiteten Neuauflage meines Stadtbestsellers „Neunundneunzigmal Offenbach“. Seit der ersten Auflage 2012 sind damit 16 neue Stories ins Buch gekommen, viele habe ich be- und überarbeitet sowie neue Fotos geschossen. Auch ein neues Cover hat der Verlag entwickelt. Alles bleibt in Bewegung.

Es gibt wieder viel zu berichten: Die neuen Geschichten für diese nun dritte Auflage handeln von vergessenen Stars, spannenden Orten, vergangenen Zeiten und unbekannten Preziosen in der Stadt. Sie erzählen beispielsweise von Science Fiction und Perry Rhodan, den berühmtesten Werken Mozarts, einem vergessenen Superstar der Komposition, Galileo Galilei, dem Klimawandel und der Kultband „Rodgau Monotones“. Neugierig geworden? Seit 30.November 2017 ist das Buch in Offenbach, Deutschland, Österreich und der Schweiz zu haben.

 

Experimentierbuch auf Niederländisch erschienen

Im Jahr 2009 habe ich mit Susanne Reininger und Markus Kirchgessner (Fotografie) das Experimentierbuch für Kinder „Science X – Naturwissenschaft mit Experimenten erleben“  im Ravensburger Verlag publiziert. Das Entwerfen, Schreiben, Fotografieren und Produzieren war sehr aufwendig, es hat alle Beteiligten viel Energie und Nerven gekostet sowie viele gute Ideen benötigt. Doch das hat sich gelohnt.

Denn der Titel hat auch im Jahr 2017 noch seinen Weg zu den neugierigen Leserinnen und Lesern gefunden – und dazu in einer mir eher fremden Sprache: Nun ist es schon zum zweiten Mal in einer niederländischen Lizenzausgabe erschienen. Aus „Science X“ ist „Supercoole Experimenten voor Kids“ geworden. Neugier und Wissbegierde überschreitet Grenzen. Das hat uns Menschen durch alle Generationenn hinweg begleitet. Dass ich dies auch in meinem Mikrokosmos auf so direkte und positive Weise erfahren darf, ist eine tolle Erfahrung.

Das Buch aus dem Deltas-Verlag umfasst 96 Seiten und enthält rund 36 Experimente zu Luft, Wasser, Licht, Elektrizität, Wärme, Akustik sowie Kraft und Bewegung.

 

„Ein Werk von großer Kraft“

Die Heidelberger Autorin und Bloggerin Juliane Gassert hat über meinen Roman „Wein oder nicht sein“ eine sehr interessante, pointierte Rezension publiziert, die mich zum Nachdenken angeregt hat.

Denn ihr Text ist eigensinnig und eigenwillig, emotional, er reflektiert zugleich ihre Leseerfahrung. Die Rezension beleuchtet einige der wichtigsten Aspekte der Story auf sehr persönliche und nachdenkliche Weise.

Sie schreibt knapp:

„Uwe Kauss beschreibt dicht und emotional die Welt der Eingeschlossenen, aber auch den Weinzirkus. Rückblenden spiegeln Defizite, Erinnerungen werden wach, die drei Menschen geraten an ihre Grenzen. Die Weine im Keller nach Tagen des Kerkers sind nicht mehr die Weine, die sie lieben.“

Das hätte ich nicht besser formulieren können. Ihr Urteil:

„Denn es ist ein Werk von großer Kraft.“

Wow.

Den spannenden Text gibt’s hier auf www.einfachwein.de vollständig zu lesen. Es lohnt sich!

Lebendige Geschichte: 250 Jahre Kaiserstraße

Monatelang durfte ich im Auftrag des Offenbacher Amtes für Öffentlichkeitsarbeit die Archive durchstöbern und die spannende Geschichte der Kaiserstraße – eine der wichtigsten Achsen der Stadt – anhand von historischen Akten, Originaldokumenten, Zeichnungen und Fotos rekonstruieren. Viele Dokumente, die ich fand, sind in der Ausstellung erstmals zu sehen und eröffneten dem Publikum einen völlig neuen Blick auf die genau einen Kilometer lange, kerzengerade Straße.

Rund 100 Gäste kamen zur Vernissage der Ausstellung.

Rund 100 Gäste kamen zur Vernissage der Ausstellung.

Der Grund für meine Tätigkeit als Kurator: Bei der Arbeit an meinem Buch „99mal Offenbach“ in den Jahren 2011 und 2012 entdeckte ich im Stadtarchiv in einem historischen Aufsatz aus der Jahrhundertwende zu einem ganz anderen Thema den Halbsatz, die Straße sei 1766 angelegt worden. Ich machte ein Notiz, die fast in Vergessenheit geriet.

2015 fand ich sie wieder, rechnete kurz nach und stellte fest: 2016 wird die Kaiserstraße 250 Jahre alt – sollte der uralte Hinweis stimmen. Einen Beleg hatte ich nicht, denn das 18. Jahrhundert ist in den Archiven der Stadt kaum erschlossen. Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Offenbach beauftragte mich dennoch mit der Spurensuche – und schließlich fand ich den eindeutigen Beleg: Ein Edikt des damaligen Fürsten Wolfgang Ernst II. zu Ysenburg vom 15. Mai 1766. Continue reading

„Spannende Handlung in exzellenter Sprache“

Die Journalistin Christine Dressler schreibt im Wiesbadener Kurier über meine Lesung aus „Wein oder nicht sein“ am Pfingstsonntag 2016 im Hessischen Weinbaumuseum in Hochheim am Main. Der Text ihres Artikels liest sich, als könnte ihr’s gefallen haben:

„„Ist die Tür noch offen?“, rief eine Zuhörerin leicht panisch im Gewölbe von Hessens erstem Weinmuseum zu Beginn der Pause bei Uwe Kauss’ Lesung aus seinem Roman „Wein oder nicht sein“. Niemand antwortete ihr. Während sich das übrige Publikum erst mal vom Bann befreien musste, den der 51-jährige Offenbacher erzeugt hatte, sprang sie auf, eilte zur Tür und atmete auf: Sie ließ sich öffnen – im Unterschied zur Tür des Weinkellers im Buch. Dass dieses am Abend im Museum zum Kino im Kopf geriet, lag zum einen an der spannenden Handlung in exzellenter Sprache, zum anderen an Kauss ausdrucksvollem Vortrag.“

Weiter führt sie aus:

„Bei der Lesung faszinierte, wie klug (er) den Wein als Genussmittel, Statussymbol und Sehnsuchtsobjekt beschreibt sowie Facetten der Freundschaft und Schuld, der Charaktere und der Gesellschaft mit ihren feinen Unterschieden zwischen Arm und Reich spiegelt.“

Christine Dresslers fein formulierter Bericht lässt sich online auf der Website des Wiesbadener Kuriers vollständig lesen.