Zaren, Kaiser und zwei große Tafeln

Der Offenbacher Bürgermeister Peter Schneider und Henning Hehner von der Bürgerinitiative Rumpenheim enthüllen die Tafeln vor rund 50 Gästen.

Diese Lektoratsarbeit lässt sich völlig kostenlos und 24 Stunden am Tag betrachten: Je eine große Zeit- und Geschichtstafel steht nun am einst landgräflichen Schloss zu Rumpenheim, einem Stadtteil meiner Heimatstadt Offenbach.

Sie informiert am von Ausflüglern viel genutzten Fahrrad- und Fußweg direkt an der Mainfähre über die jahrhundertelangen Eigentümer, die hessischen Landgrafen.

Im schönen, vor einigen Jahren wieder aufgebauten Schloss am Mainufer kamen einst Zaren, Kaiser und Könige zu Besuch. Im 18. und 19. Jahrhundert waren aufgrund der engen verwandschaftlichen Beziehungen der Familie von Hessen oft die wichtigsten Herrscher Europas zu Gast: Etwa der letzte russische Zar Nikolaus II., der deutsche Kaiser Wilhelm II sowie der britische König Eduard VII.

Entspannte Freude nach dem Abschluss der Arbeit.

Die Stadt Offenbach hat die erklärenden Tafeln mit Hilfe der Mitglieder der Hilfe der Mitglieder der Bürgerinitiative Rumpenheim (BIR) finanziert.

Ich habe die historischen Daten geprüft, gekürzt und aufgearbeitet, die Texte geschrieben und im Layout alles lektoriert und korrigiert.

 

Ein Roman in bester Gesellschaft

Das Buchkaufhaus Thalia hat entdeckt, dass „Wein oder nicht sein“ weder ein Regionalkrimi noch ein Offenbach-Buch ist, sondern einfach ein spannender Roman. Nun liegen die Bücher in bester Gesellschaft…

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Wer rennt, wenn’s brennt?

Na klar, die Männer und Frauen von der Feuerwehr! Zu meinem Sachbuch zur Fernsehreihe „Willi wills wissen“ absolviere ich Veranstaltungen vor Kindern und Erwachsenen – hier zum Abschluss des Lesesommers in Edenkoben mit rund 100 Zuschauern.

Uwe Kauss beim Lesesommer in EdenkobenIch und die Kinder fragen einen Feuerwehrmann genau wie TV-Reporter Willi aus, wie man einen Brand löscht, was da so alles passieren kann und warum er 30 Kilogramm am Leib tragen muss. Hat wieder richtig viel Spaß gemacht! Am 9.10. bin ich in Hamburg zum Seiteneinsteiger-Lesefest eingeladen. Da mache ich diese Lesung in einer Schule. Mit einem Feuerwehrmann. Und der hat seine komplette Ausrüstung dabei. Sonst kann man das alles ja nicht richtig erklären. Wasser – marsch!

 

In der Jury der Eckenroth-Stiftung

Da lag der hohe Stapel Manuskripte vor mir. 228 Texte voll mit interessanten Gedanken, überraschenden Wendungen und ungewohnten Blickwinkeln. Lesen. Einordnen. Sich einlassen auf Ungewohntes. Nichts übersehen. Bewerten. Das ist die Verantwortung des Jurors. Eine anspruchsvolle Arbeit.

Die Manuskripteinsendungen für den Wettbewerb der Eckenroth-Stiftung

Die Manuskripteinsendungen für den Wettbewerb der Eckenroth-Stiftung.

Seit einigen Jahren gehöre ich zur Jury der Eckenroth-Stiftung, die seit 1998 den Wettbewerb „Grüner Lorbeer“ für Nachwuchs-Autoren organisiert. Die Stiftung wurde 1993 von der Theatermacherin Madeleine Lienhard gegründet, intensiv unterstützt vom Theaterintendanten und Grimme-Preisträger Klaus Wagner. Dabei schreiben 10- bis 14-jährige Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland eine Geschichte zu einem vorgegebenen, aber offenen Thema. Es lautete: „Die Anschläge von Paris – ich erfahre davon“. Die Jugendlichen können frei entscheiden, wer von den Anschlägen auf welche Weise erfährt, was sie ausdrücken wollen – und wie. Eingeladen waren „Schülerinnen und Schüler, die Lust auf Intelligenz haben, das Nachdenken lieben, die Anstrengung des Schreibens nicht scheuen und Mut besitzen, sich zu erinnern“. Ein hoher Anspruch.

Umso überraschter war ich diesmal von der Qualität und Originalität der 228 Texte, von der Dichte des Erzählens, den neuen Perspektiven auf das Geschehene und den Botschaften, die sie vermitteln. Die Arbeit in der Jury ist daher für mich etwas Besonderes: Kein Jahr ohne Staunen und Überraschung, ohne gespanntes Lesen, anrührende Begebenheiten und tolle Formulierungen. Es heisst, die Jugendlichen würden nur noch Textfetzen im Netz lesen, sich nicht mehr konzentrieren und hätten kein Interesse mehr an Büchern. Nach dieser Lektüre mache ich mir um den Autorennachwuchs keine Sorgen mehr. Klar: Twitter, Facebook, Wikipedia und Whatsapp spielen in ihren Geschichten sehr oft eine Rolle. Sie erzählen schließlich von der Gegenwart. Aber Talent ist Talent. Das kann das Netz nicht abschaffen. Und die Eckenroth-Stiftung tut das Gegenteil: Sie fördert es. Denn die Preisträgerinnen erhalten eine langfristige, oft jahrelange und kostenfreie Unterstützung beim Freilegen ihrer Talente mit intensiven Schreibtrainings im stiftungseigenen Schreibhaus sowie weiterer Bildung und Unterstützung. Vielleicht werden einige von ihnen in ein paar Jahren den Kurs des trägen Dampfers Literatur bestimmen. Mal sehen, welchen Kurs sie einschlagen und welche Ufer in Sicht kommen. Ich freu‘ mich drauf!

Stop Loss.

Nach vielen Monaten Recherche und Schreiben, Bearbeiten, Neuschreiben und Redigieren ist wieder eine Arbeit beendet: „Stop Loss“.

So heisst das Theaterstück. Meine erste Arbeit für die Bühne. Es ist ein Monodrama, das nur eine einzige Figur trägt. Es handelt vom früheren Bankangestellten Felix, der arbeitslos ist, an diesem Abend vergeblich auf Freunde zum Essen wartet und mal wieder mit dem Mond ins Gespräch kommt. Zwischen Tellern und Gläsern offenbart er eine erschreckend vertraute Gedankenwelt. Doch alles entwickelt sich anders als die Zuschauer vermuten. Die Handlung. Sein Leben. Alles.

Nun muss ein Theater es als aufführungsreif befinden. Ich drücke ihm die Daumen.

Zu Gast beim Wine Talk auf Radio R

Kleiner Tipp für einen relaxten Dienstagabend: Einen Schluck guten Wein einschenken und (Internet-)Radio hören! Bin am 27.1.2015 von 19 bis 21 Uhr zu Gast bei Moderator Peter W. Schneider bei seinem in der Szene bekannten „Wine Talk“ beim Rüsselsheimer Radio R (UKW 90,9, Kabel 90,85). Da gibt’s gute Grooves zwischen Soul, Funk, Americana und Rock; wir reden zwei Stunden lang über „Wein oder nicht sein“, über Wein und Obsession, über Nachdenkenswertes, Philosophisches und Widersprüchliches in der Weinwelt. Das wird sicher spannend, wahrscheinlich chaotisch und unvermeidlich lustig!

Bislang waren beispielsweise Topwinzer, Wissenschaftler, die Köpfe der kreativen Weinszene, renommierte Verkoster, Kritiker und Autoren zu Gast. Ich freue mich auf einen unterhaltsamen Abend mit interessanten Gesprächen über und mit Wein!

Wer Radio R nicht empfangen kann: Mit zwei Klicks den Stream auf www.radio-r.de abgreifen… Wir hören voneinander!

 

Wiesbadender Kurier: „Spannende Kellergeschichte“

Autor Lutz Schulmann hat im Wiesbadener Kurier am 13.11.14 einen Artikel über „Wein oder nicht sein“ publiziert.

Darin schreibt er: „‚Wein oder nicht sein‘ ist in all seinen Facetten ein Roman aus dem Herzen der Rhein-Main-Region. (…) Drei Weinfreunde sind gerade im Begriff, eine Verkostung unter der Überschrift „Feiner Bordeaux für wenig Geld“ in der Weinhandlung Sterneck im noblen Frankfurter Westend zu besuchen, als sich von einem Moment zum anderen für sieben Tage ihres Lebens alles ändert. (…) In den nächsten sieben Tagen werden Kurt Gilser, Sebastian Renz und Paul Winterberg Gelegenheit haben, Erlebnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten. Und der kleine Essensvorrat geht langsam zur Neige. Erst ganz am Ende des Romans werden die Zusammenhänge klar, und ein verblüffendes Geheimnis kommt ans Licht.“

Den vollständigen Artikel im Wiesbadener Kurier kann man hier online lesen.

„Kleine Puzzleteile bilden ein unerwartetes Gesamtbild“

Am 30.9.2014 schreibt die Gelnhäuser Zeitung über „Wein oder nicht sein“:

Uwe Kauss bei der Lesung in Wächtersbach„Der Autor aus Offenbach schuf mit seinem Roman und den bis ins Detail herausgearbeiteten Charakteren seiner Protagonisten eine spannende Geschichte, die sein Publikum fesselte. Aus der Freiheit des Genusses herausgerissen und sich selbst überlassen, in einem mit Luxusweinen gefüllten Luftschutzbunker, stoßen die drei Freunde schnell an die Grenzen ihrer Kräfte. Im Laufe der Geschichte bilden kleine Puzzleteile ein unerwartetes Gesamtbild, das die sinnliche Erfahrung des Weintrinkens übersteigt“.

Der Anlass des Artikels: Eine Lesung in Wächtersbach, liebevoll organisiert von der dort ansässigen Buchhandlung Dichtung und Wahrheit. Die Inhaber, Andrea Euler und Stephan Siemon, lieben Bücher, gute Geschichten und ihre Kunden  – das ist in jedem Detail zu spüren. So las ich nicht in der Buchhandlung, sondern in einem versteckten, 400 Jahre alten Weinkeller. Es ist das Weindepot des Wächtersbacher Obst-, Gemüse- und Feinkosthändlers Uli Weltle, ein exzellenter Kenner dieser Welt. Im Depot bietet er seinen Kunden hervorragende Weine präzise ausgesuchter Güter, die er dort auch jahrelang reifen lässt, bis er sie verkauft. Wunderbar. Der Keller war bis auf den letzten Platz gefüllt. All das ist nicht selbstverständlich. Danke!

 

 

„Vorlage für eine Verfilmung“

Die Redaktion des österreichischen Weinmagazins wein.pur – für das ich auch schreibe – hat „Wein oder nicht sein“ in seiner Buchrubrik im Heft 5/2014 vorgestellt.

In der Besprechung heißt es: „Wie findet man sich anhand von Weinflaschen in einem stockfinsteren Bunker zurecht? Schmeckt Wein in Freiheit anders als in Gefangenschaft? Die Antworten sind intelligent und überraschend. Die geistreichen Dialoge lassen einen nicht mehr los. (…) Wir gratulieren wein.pur-Autor Uwe Kauss zu seinem ersten, äußerst spannenden Wein-Roman, der das Zeug als Vorlage für eine Verfilmung hat.“

Anmerkung des Autors: Sollten Sie zufällig Kontakt zu einem Regisseur oder Produzenten haben – über eine Nachricht würde ich mich freuen…

„Gratwanderung von Genuss und Geltungsdrang“

Der renommierte Schweizer Bordeaux-Kenner, „Weinwisser“-Gründer und Buchautor René Gabriel hat „Wein oder nicht sein“ gelesen und rezensiert. Er schreibt über die im Weinkeller eingesperrten Protagonisten:

„Es klackte in der Luftschleuse. Zwei Mal laut und metallisch. Und die drei Männer waren im dunklen, kühlen Keller eingeschlossen. (…) Uwe Kauss hat es geschafft das Verhalten der Dreien genau zu beschreiben, die Weinwelt zu hinterfragen, die Sucht zu legitimieren, die Gier fast begreiflich zu machen. Er macht die Gratwanderung von Genuss und Geltungsdrang mit amüsanter Feder. Was sich auf drei Viertel der Seiten als möglicher Krimi anfühlt, wird dann zum Schluss zum fast kitschigen Roman. Was solls? Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ab und zu an der eigenen Nase gerieben (…).“

Hier die vollständige Rezension:

Rezension René Gabriel