Wein oder nicht sein

Ein intelligent verwobener, mitreißender und spannender Roman über Männer, Freundschaft, Obsession, Einsamkeit, den feinen Unterschied in unserer Gesellschaft, drei Leben mit Wein ­- und was er aus Menschen macht.

Wenn ich in einem Rotwein nasses Laub, Erde und Waldboden schmecke, kommt sofort die Erinnerung an meine Zeit im Kinderheim. Da musste ich stundenlang im Herbst durch den Wald wandern, meine Füße waren fast blau gefroren und die anderen Jungs drangsalierten und prügelten mich. Das rieche ich! Und wenn alle den Wein für diese Aromen bejubeln, bin ich ganz still.

Der Weinsammler Kurt Gilser hat im Lauf seines Lebens die besten Weine der Welt zusammengetragen. Er lagert 35.000 Flaschen in einem alten Luftschutzbunker unter dem Garten seines Hauses in Offenbach. Mit seinen Freunden, dem jungen Frankfurter Weinhändler Sebastian Renz und dem bekannten Kritiker Paul Winterburg, geht er hinunter, um berühmten und sehr teuren Bordeaux zu probieren. Während sie kosten und diskutieren, schließt sich die alarmgesicherte Stahltür am Eingang. Im Bunker gibt es kein Handynetz, ihre Befreiungsversuche scheitern. Eingesperrt hat sie der mittellose Rentner Martin Baumgärtner, der Kurt Gilser seit Jahren kennt. Danach beginnt er, wie immer, seine Spätschicht als Wachmann beim Sicherheitsdienst. Seiner kranken Ehefrau erzählt er kein Wort. Die drei sind gefangen in der Kälte des Weinkellers. Doch warum? Sie sind allein mit ihrer Panik, ihrer Hoffnung, den besten Weinen der Welt –- und einem Geheimnis.

Cocon Verlag, erschienen im Mai 2014, 2. Aufl. Dez. 2014, 16,80 €. Zu beziehen in jeder Buchhandlung oder online über Amazon und buecher.de. Auch in Österreich und der Schweiz ist er verfügbar.